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Produktionsumzug in neue Fertigungsgebäude
Ausgangssituation
Ein Hersteller von Komponenten der Heizungs- und Klimatechnik sah sich mit der
Herausforderung konfrontiert, dass der Wachstumsprozess der vergangen Jahre
durch die räumlichen Restriktionen der vorhandenen Verwaltungs- und Produktionsgebäude
seine Grenzen erreichte. Daher wurde mit der Planung neuer
Fertigungsgebäude begonnen. Der Erwerb einer freigewordenen Fläche angrenzend
an das bisherige Werksgelände bot die Chance, in unmittelbarer Nähe zu den
vorhandenen Einrichtungen die Erweiterung zu planen und zu bauen. In Zuge des Neubaus sollten die Fertigungsprozesse sowie die internen Materialflüsse
grundlegend neu geplant und optimiert werden. Dadurch sollten sich signifikante
Verbesserungen der Abläufe ergeben. Insbesondere standen ein optimaler Materialfluss,
die Schaffung zentraler Lagerstrukturen sowie Lösungen zum Handling
und Verarbeiten sperriger Langgüter in einem Produktbereich im Fokus der
Optimierungen. Daneben galt es eine enge Vernetzung zu einem parallel neu
eingeführten ERP-System zu erreichen.
Vorgehensweise
Erster Baustein zu Zielerreichung war die Erstellung eines Projektplans unter
Berücksichtigung der Meilensteine der Gebäudeplanung und -erstellung. Um die
Impulse und Ideen der Mitarbeiter abzugreifen und um das Bewusstsein für
Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit zu schärfen, wurden mit allen Mitarbeitern in
den Fertigungs- und Materialwirtschaftsbereichen lange vor dem Umzug „SOSAktionen“
durchführt, Verbesserungsansätze diskutiert und erarbeitet und zusammen
mit den Vorgesetzten dazu notwendige Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und
Termine definiert. So konnten über 350 Ideen aufgegriffen werden, Sofortmaßnahmen
direkt oder mit kurzer Abarbeitungszeit erledigt werden und weitere
relevante Punkte in die Neubauplanungen einfließen.
Im Folgenden wurde das neue Werkslayout einer umfassenden Materialfluss- und
Layoutanalyse unterzogen, ein neues Lagerkonzept sowie neue Bereitstellungsstrukturen
entwickelt und geplant. Zum Finden der optimalen Lösung erfolgte eine
Layoutsimulation mit den Maschinen, Ressourcen und Lagern. Die Ideen der
Mitarbeiter wurden abgefragt und einbezogen.
Neben der Platzierung der Fertigungseinrichtungen für die aktuellen Produkte
wurden auch Flächen für neue, sich in der Entwicklung befindliche Produkte definiert
und beplant. Zusätzlich wurden weitere Aspekte wie die Abbildung und insbesondere
die Produktionssteuerung und Visualisierung mit dem neuen ERP-System berücksichtigt.
Nach der ERP-Einführung war im Unternehmen eine weitere Optimierungsstufe
in Richtung papierlose Fertigung geplant für die es galt, bereits in der
frühen Phase wichtige Eckpunkte zu fixieren.
Nach erfolgtem Umzug wurden die geplanten Maßnahmen über ein konsequentes
Maßnahmencontrolling überprüft und gegebenenfalls notwendige Feinkorrekturen
und Anpassungen vorgenommen.
Ergebnisse
Durch das stufenförmige Vorgehen, die sorgfältige Planung und die Einbeziehung
in- und externen Wissens, konnte der Umzug in die neuen Fertigungshallen ohne
signifikante Probleme bewerkstelligt werden. Im Einzelnen ergaben sich folgende Verbesserungen:
- Optimierung des Layout mit Verkürzung der Wegstrecken,
- deutliche Verbesserung des Materialflusses in eine Richtung vom WE-Lager
über die Fertigung hin zum Warenausgang,
- Verkürzung der Durchlaufzeiten um über 30%,
- Produktivitätssteigerung um über 30% durch Zusammenwirken der verschiedenen
Ansatzpunkte,
- Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit durch Einbeziehen in Planungsprozess
und Aufgreifen der Ideen,
- Vorbereitung der Fertigung auf weitere Ausbaustufen.
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