Die Bedeutung der Fertigungssegmentierung für den Unternehmenserfolg
[01.10.1999]
Werner Gutmann, Geschäftsführer der PARItec GmbH: ‘Durch das Konzept
der Fertigungssegmentierung konnten wir bei steigender Qualität und
gleichbleibender 24-Stunden-Lieferbereitschaft die Durchlaufzeiten und
Bestände um 25% senken sowie die Produktivität durch die Reduzierung
der Fertigungskosten um 20% steigern. Im Zuge der Neustrukturierung der
Fertigung wurden auch bisher selbst gefertigte Teile fremd vergeben.
Bei diesem Outsourcing wurden Einkaufsprozesse neu gestaltet, die in
einzelnen Bereichen 70% Aufwandsreduzierung aufzeigen.‘
Die wachsende Anzahl von Varianten durch individuelle Kundenwünsche
und regionale Besonderheiten im Zuge der Globalisierung sowie kürzer
werdenden Zeiträumen zur Gewinnerzielung am Markt führen in vielen
Unternehmen zu Kapazitätsengpässen, nicht wettbewerbsfähigen
Durchlaufzeiten und Qualitätsmängeln, die mit bestehenden
Fertigungsstrukturen nicht mehr behoben werden können. Eine Möglichkeit
zur Beherrschung der Prozesssicherheit ist die Einführung der
Fertigungssegmentierung. Als Folge der Gesundheitsreform bekommt
zunehmend auch die Medizintechnikbranche den Kostendruck zu spüren.
Neben technischen Innovationen teilt vor allem die Liefertreue und die
unmittelbare Lieferbereitschaft den Markt in ‘First‘ und ‘Followers‘.
Um diesen Service garantieren zu können, bauen viele Unternehmen hohe
Bestände auf und reduzieren Ihren Gewinn durch entsprechende Kosten.
Einen anderen Weg ging die Firma PARItec GmbH in Weilheim, die mit
Hilfe von Mitarbeitern von Prof. Dr. Dr. Horst Wildemann - Inhaber des
Lehrstuhls für BWL mit Schwerpunkt Logistik an der TU München - das
Konzept der Fertigungssegmentierung implementierte. Ausgehend von einer
weitgehend funktional orientierten Produktion wurde die Produktpalette
in marktorientierte Segmente unterteilt und die vorhandenen Kapazitäten
entsprechend verteilt. Durch diese Segmentierung werden Rennerprodukte
von Exoten getrennt und auf jeweils eigenen Fertigungslinien
produziert. Diese Trennung reduziert Rüstkosten und erhöht die
Planungssicherheit. Über die Layoutgestaltung wurden die Transportwege
und der Materialfluss weiter optimiert.
Werner Gutmann,
Geschäftsführer der PARItec GmbH: ‘Durch das Konzept der
Fertigungssegmentierung konnten wir bei steigender Qualität und
gleichbleibender 24-Stunden-Lieferbereitschaft die Durchlaufzeiten und
Bestände um 25% senken sowie die Produktivität durch die Reduzierung
der Fertigungskosten um 20% steigern. Im Zuge der Neustrukturierung der
Fertigung wurden auch bisher selbst gefertigte Teile fremd vergeben.
Bei diesem Outsourcing wurden Einkaufsprozesse neu gestaltet, die in
einzelnen Bereichen bis zu 70% Aufwandsreduzierung aufzeigen.‘ nach oben
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