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Entwicklung von Wachstumsstrategien in der Werkzeug- und Maschinenbauindustrie
[19.10.2004]
In Märkten, die durch Globalisierungs- und Konsolidierungsprozesse
gekennzeichnet sind, stehen Unternehmen oft über kurz oder lang unter
Zugzwang: Aktives Mitwirken in den Konsolidierungsprozessen erfordert
eine wachstumsorientierte strategische Ausrichtung. Forciertes
organisches Wachstum in Emerging Markets legt das Fundament für
erfolgreiches Bestehen in kompetitiven Märkten. Ein Quantensprung kann
jedoch nur durch zusätzliches externes Wachstum generiert werden. Durch
den Entwurf und die Bewertung von Wachstumsszenarien und das Aufstellen
eines 10-Punkte-Programms konnte die TCW GmbH & Co. KG
erfolgversprechende Wachstumspfade und praktische Umsetzungsschritte
zur Realisierung entwickeln.
Bei dem betrachteten Unternehmen handelte es sich um eine Holding
mit drei Tochtergesellschaften, die sich als Hersteller hochwertiger
und innovativer Präzisionswerkzeuge und Werkzeugmaschinen in einem
Markt- und Wettbewerbsumfeld befinden, das sich durch Preiserosion,
zunehmende Verdrängung und Konsolidierungen auszeichnet. Diese
Situation stellte Herausforderung und Chance zugleich dar: Um im
Konsolidierungsprozess eine aktive Rolle zu spielen, mussten
differenzierte Wachstumsstrategien entwickelt werden, die die Nutzung
der Möglichkeiten organischen Wachstums forcieren und gleichzeitig die
Option eines Quantensprungs im Wachstum durch Kooperationen oder
Akquisitionen berücksichtigen. Ziel des Projektes war es, den
strategischen Status Quo aufzunehmen und kritisch zu beleuchten sowie
für die Tochterunternehmen spezifische Expansionsfelder zu
identifizieren. Bei der Strategieentwicklung mussten die
technologischen Kernkompetenzen vor dem Hintergrund möglicher
Substitutionsgefahren und zur Identifikation neuer Wachstumschancen
durch Technologie- und Produkttransfers analysiert und bewertet werden.
Ferner sollten die zu entwickelnden Wachstumspfade bezüglich ihrer
Wirkung auf Umsatz, Marktanteile und Unternehmenswert evaluiert und der
notwendige Investitionsbedarf ermittelt werde. Zur
Identifikation und Bewertung der strategischen Positionierung wurde
jede der drei Tochtergesellschaften nach den Porter´schen Perspektiven
- der Markt-, Wettbewerbs-, Technologie- bzw. Substitutions- und
Finanzperspektive - charakterisiert. Detaillierte länder- und
produktspezifische Analysen von Marktvolumina und -entwicklungen legten
die Positionierung der Unternehmen und die möglichen strategischen
Stoßrichtungen offen. Hierzu wurde zum einen auf Marktstudien und
Informationen unabhängiger Forschungseinrichtungen zurückgegriffen, zum
anderen eine umfassende Untersuchung der Wettbewerbslandschaft
durchgeführt. Die Bewertungen erfolgten durch die Verwendung
verschiedener Portfoliotechniken und ermöglichten die Ableitung von
Chancen und Risiken in der mittelfristigen unternehmensinternen und
umfeldbezogenen Entwicklung. Die Auswertungen führten zu drei
wesentlichen Erkenntnissen und Implikationen für die zukünftige
Strategiegestaltung: - Die angestammten Märkte der
Unternehmen zeichneten sich überwiegend durch Stagnation oder moderates
Wachstums aus, während hingegen aufstrebende Wachstumsmärkte nur
unzureichend bearbeitet wurden. Die Erschließung und Durchdringung der
stark wachsenden Märkte, die sich insbesondere in Osteuropa, dem
ostasiatischen Raum und Südamerika lokalisierten, musste zu einem
übergeordneten strategischen Ziel erkoren werden.
- Technologischer
Fortschritt und die Entwicklung alternativer Bearbeitungstechnologien
führten in Teilbereichen des Produktportfolios zu Substitutionsrisiken,
die jedoch zum Teil auch gleichzeitig als potenzielle Wachstumschance
genutzt werden können. Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung
zur Sicherstellung von innovativen Produkten und Identifikation von
neuen Anwendungen bzw. von Möglichkeiten des Produkt- und
Technologietransfers sollte zu einer strategischen Leitlinie werden.
- Die
Konsolidierungstendenzen und die Gefahr, mittelfristig selbst ‘Opfer‘
einer Akquisition zu werden, forderten die aktive Gestaltung des
Wettbewerbsumfeldes. Durch Kooperationen oder Akquisitionen generiertes
externes Wachstum sollte die Positionierung im Markt absichern sowie
mittel- und langfristig die Wachstumsperspektiven durch
Synergierealisierung verbessern.
Erschließung der
signifikanten Wachstumspotenziale wurde vor dem Hintergrund dieser
Erkenntnisse zweigliedrig strukturiert und nach organischen und
externen Wachstumspfaden getrennt voneinander untersucht. Unter anderem
wurden exemplarische Analysen und Synergie-Bewertungen möglicher
Akquisitionsobjekte als Basis für die Entwicklung von Businessplänen
bis in das Jahr 2008 herangezogen. Für jedes der drei
Tochterunternehmen sowie für die gesamte Gruppe wurde somit eine rein
organische Unternehmensentwicklung und eine Entwicklung unter
Berücksichtigung zusätzlichen externes Wachstums ermittelt. Die
Abschätzung des Investitionsbedarfes für die Wachstumsszenarien
basierte auf den prognostizierten Umsatz- und Absatzentwicklungen unter
Berücksichtigung von Preisentwicklungen , Kapazitätsauslastungsgraden
sowie der Grobkalkulation von Kaufpreisen möglicher
Akquisitionsobjekte. Die Unternehmensbewertung auf Basis des Discounted
Cash Flow und des Multiple-Verfahrens flossen in die abschließende
Evaluierung der Optionen zur Ausrichtung der Wachstumsstrategie ein. Innerhalb
der sechswöchigen Projektdauer konnte ein zweistelliges organisches
Wachstumspotenzial sowie Quantensprünge durch externes Wachstum
identifiziert werden. Die entwickelten Strategien der drei
Tochtergesellschaften zeigten Wege auf, wie die Unternehmen bis 2007
ihre jeweiligen Umsätze um den Faktor 1,5 vergrößern und ihre
Unternehmenswerte sowie den der gesamten Gruppe deutlich steigern
könnten. Zur Umsetzung der Wachstumsstrategien wurde ein
10-Punkte-Programm entwickelt, das in Form unternehmensspezifischer
Teilprojekte die Umsetzungsschritte zur Realisierung der
Wachstumspotenziale beinhaltet. Weiterführende Literatur: nach oben
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Literatur
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Standortplanung in Produktionsnetzwerken Standortplanung in Produktionsnetzwerken für Zulieferunternehmen und Hersteller  Leitfaden Standortplanung |
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Literatur
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Globalisierung Vom nationalen Qualitätsexporteur zum globalen Unternehmen  Buch Globalisierung |
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