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Total Cost of Ownership (TCO) Analyse

[07.12.2006]

Die Renditewirkung einer marginalen Reduktion von Beschaffungskosten ist im Verhältnis mit erheblichen Umsatzsteigerungen vergleichbar. Diese Erkenntnis führt in der Praxis häufig dazu, dass die Einstandspreise als Optimierungsgröße verstanden werden. Einstandspreise sind unzweifelhaft ein wichtiges Optimierungskriterium, allerdings werden durch die Wahl eines Lieferanten wesentlich mehr Kosten determiniert als nur der Einstandspreis. Das Konzept der "Total Cost of Ownership" (TCO) berücksichtigt alle Kosten während des Produktlebenszyklusses.

Durch eine Vergabeentscheidung wird eine Vielzahl von Kosten in fast allen Unternehmensbereichen vorbestimmt. Da die Leistungsmessung des Einkaufs in den meisten Unternehmen an die beschaffungsseitig erreichten Savings gekoppelt ist, fehlt dem Einkauf der Impuls unternehmensübergreifend Kosten zu optimieren.

So kann die Vergabe eines Auftrages an einen Lieferanten dazu führen, dass ein niedriger Bezugspreis erreicht wird, gleichzeitig aber hohe Kosten für die Integration, Qualifizierung und Entwicklung eines Lieferanten entstehen. Der trade-off ob ein entwickelter Lieferant bei etwas höheren Teilepreisen über Laufzeit die kostengünstigere Alternative gewesen wäre, wird häufig vernachlässigt. Andere Kosten, wie die Absicherung von Währungsschwankungen, Änderungskosten, und cost of non conformance scheinen den Entscheidungsträgern häufig als zu komplex, als dass man sie bei Vergabeentscheidungen berücksichtigen könnte.

Das Konzept des TCO ist eine Nebenrechnung zur Vollkostenrechnung und unterstützt die Beschaffung bei der kostenmäßigen Bewertung von Vergabealternativen. So können gewichtige Kostenfaktoren antizipativ bei Vergabeentscheidungen berücksichtigt werden.

Die Vorgehensweise des TCW

Im Rahmen der Entwicklung maßgeschneiderter Beschaffungsstrategien unterstützt das TCW seine Kunden bei der Einführung und Verankerung des Total Cost of Ownership (TCO) Konzeptes. Die Kunden des TCW profitieren von dessen jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich des Einkaufs. Bei der TCW Vorgehensweise zur Einführung des TCO-Konzeptes handelt es sich um ein iteratives, heuristisches und rückgekoppeltes Verfahren, durch das eine praxistaugliche, beschleunigte Methode zur Kalkulation von TCO implementiert wird.

  1. Audit im Einkauf
  2. Auswahl eines Pilotprojekts
  3. Identifikation der TCO Kostenelemente
  4. Monetäre Bewertung der TCO Kostenelemente
  5. Vorbereitung einer Entscheidungsvorlage
  6. Ableitung von TCO Kategorien für ein beschleunigtes Verfahren
  7. Integration der Vorgehensweise in die Unternehmensprozesse
  8. Feinjustierung der Systematik

Die Herausforderung des TCO-Konzeptes besteht darin, für jedes Beschaffungsobjekt die relevanten Kostentreiber zu identifizieren und realistisch zu bewerten. Auf diese Weise können Vergabealternativen monetär gegenübergestellt und die richtige Vergabeentscheidung getroffen werden. Mit Hilfe der TCW Methodik werden sukzessive beschaffungsregionenspezifische, lieferantenspezifische und produktspezifische Kostentreiber identifiziert und bewertet. Entscheidender Erfolgsfaktor bei der Umsetzung ist die Einbindung und Kooperation der Fachabteilungen: Entwicklung, Logistik, Produktion, Qualitätssicherung und Produktmanagement.

Erzielte Ergebnisse durch den Einsatz des TCO Konzeptes

Durch den Einsatz der TCO Systematik lassen sich abteilungsübergreifend je nach Branche Einsparungen in Höhe von 10 bis 12 % bezogen auf das Beschaffungsvolumen erreichen. Wichtig bei der Umsetzung dieses Konzeptes ist auch die Schaffung eines Verständnisses für die Ursachen und Wirkzusammenhänge unterschiedlicher Vergabeoptionen bei den Mitarbeitern. Durch die Einführung des TCO Konzeptes wird die Wahrnehmung von Kosten bei den Mitarbeitern geschärft, was dabei helfen kann bereichsbezogene Kostenoptimierungen zu Lasten der Gesamtkostenposition im Unternehmen abzubauen. Unternehmensbereichen vorbestimmt. Da die Leistungsmessung des Einkaufs in den meisten Unternehmen an die beschaffungsseitig erreichten Savings gekoppelt ist, fehlt dem Einkauf der Impuls unternehmensübergreifend Kosten zu optimieren.

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