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Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Ausgangssituation

Die Frage „Eigenleistung oder Fremdbezug“ wurde in der betriebswirtschaftlichen Literatur hinreichend diskutiert. Gegebene und sich verschärfende Restriktionen hinsichtlich des verfügbaren Kapitals oder des unternehmenseigenen Know-hows führen jedoch dazu, dass sich Unternehmen aller Branchen laufend mit dieser Frage intensiv auseinandersetzen müssen. Die differenzierte Beantwortung der Make-or-Buy-Frage und die Frage der effizienten Integration und des Einsatzes von Logistikdienstleistern haben einen hohen Stellenwert in der strategischen Unternehmensplanung. Die Logistiktiefe hat einen direkten Einfluss auf die wettbewerbsstrategische Position eines Unternehmens, die Personalstruktur, die Kapitalbindung im Umlauf- und Anlagevermögen sowie auch den Komplexitätsgrad der Ablauforganisation.

Konzept

Durch die effiziente Planung, Kontrolle und Steuerung von logistischen Prozessen und ausübenden Logistikdienstleistern gilt es, folgende Wettbewerbsvorteile zu erlangen:

  • Kostenvorteile durch volumenabhängige, auslastungsinduzierte sowie lohnkostenbasierte Kostensenkungspotenziale und
  • Leistungsvorteile durch Nutzung der hohen Spezialisierung sowie der Know-how-Vorteile von sich weiter entwickelnden Logistikdienstleistern.

Das Konzept des effizienten Fremdbezugs von Logistikdienstleistungen und der Integration von Logistikdienstleistern basiert auf einer vierstufigen Vorgehensweise. Diese identifiziert die Chancen und Risiken des Outsourcings, optimiert und konfiguriert ganzheitlich logistische Leistungsbündel und sichert die nachhaltige, kontrollierbare Integration des Logistikdienstleisters in inner- und außerbetriebliche Prozesse.

Konzept zur Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Abb. 1: Konzept zur Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Vorgehensweise

Das Konzept basiert auf einer vierstufigen Vorgehensweise. Auf der Basis der ermittelten Kundenwünsche und des Differenzierungspotenzials der Logistik wird eine detaillierte Ist-Analyse vorgenommen. Die Logistikprozesse, die Logistikstruktur sowie Technologien werden aufgenommen und die Anforderungen an ein Soll-Konzept definiert. Diese Analyse bildet die Grundlage für eine portfoliobasierte Fremdbezugsanalyse unter Integration der Transaktionskosten. Die Anforderungen werden in ein logistisches Soll-Konzept umgesetzt und geeignete Dienstleister über ein detailliertes Auswahlverfahren bestimmt. Dienstleisterworkshops sichern die frühe Integration der Dienstleister und die Nutzung des externen Know-hows. Die Implementierung integriert die Ausarbeitung des Dienstleistervertrags, die Einführung eines Dienstleistermanagements sowie ein proaktives Risikomanagement. Die Nachhaltigkeit wird durch das Aufsetzen eines Logistikcontrollings sowie eines detaillierten Projektcontrollings gesichert.

Vorgehensweise zur Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Abb. 2: Vorgehensweise zur Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Ergebnisse / Potenziale

Die Potenziale einer optimierten logistischen Leistungstiefe und Leistungsbreite wirken auf verschiedenste Kosten- und Leistungsstrukturen.

Potenziale einer optimierten logistischen Leistungstiefe und -breite

Abb. 3: Potenziale einer optimierten logistischen Leistungstiefe und -breite

Im Einzelnen sind folgende Potenzialquellen zu nennen:

  • Personal: Lohnkosten- sowie Produktivitätsvorteile,
  • Prozesse: Integrierte Prozessgestaltung sowie Schnittstellenminimierung,
  • Bestände: Kapitalbindung, Risikostruktur sowie Schwund,
  • Technologie: Anschaffungskosten, Abschreibungen, Instandhaltung / Pflege, Up-to-Date-Technologie,
  • Logistische Leistungen: Lieferzeit, Lieferfähigkeit, Liefertreue, Lieferqualität,
  • Bilanzierung: Alternative Finanzierungsmethoden, Off-Balance-Sheet-Finanzierung sowie
  • Infrastrukturkosten: Anschaffungskosten, Abschreibungen, Instandhaltung / Pflege sowie Modernisierungskosten.

Weiterführende Literatur zum Thema Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Fallstudien zum Thema Optimierung der logistischen Leistungstiefe

Tools zum Thema Optimierung der logistischen Leistungstiefe

  • Logistik-Potenzial Check
    Verknüpfung der Daten des „SCM-Check“ mit finanziellen Kennzahlen des Unternehmens und Darstellung des Wertbeitrags der Logistik
  • SCM-Check
    Qualitative Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Supply Chains und Aufzeigen von Handlungsempfehlungen
  • Value Check
    Ein- und Auszahlungsströme infolge einer logistischen Investition quantifizieren und als Cashflow ausweisen

Referenzen


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Literatur

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