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Neuer Leitfaden des TCW: Künstliche Intelligenz planen und skalieren

[07.10.2026]

Das TCW legt mit dem neuen Leitfaden „Künstliche Intelligenz planen und skalieren“ eine Arbeitshilfe für den Weg vom Piloten in den Regelbetrieb vor. Er richtet sich an Entscheider, die KI-Vorhaben verantworten, von der Auswahl einzelner Use Cases bis zur unternehmensweiten Implementierung. Selten hat eine Technologie so schnell Budgets bewegt wie generative KI – doch viele Vorhaben bleiben im Pilotstatus stehen.

Selten hat eine Technologie so schnell Budgets bewegt wie generative KI. Im Tagesgeschäft kommt davon oft wenig an, viele Vorhaben bleiben im Pilotstatus stehen. Die Gründe sind selten technischer Natur: Es hakt bei der Auswahl der Anwendungsfälle, bei ihrer Bewertung und bei der strategischen Neuausrichtung der Organisation, um die Lösungen skalieren zu können. Entlang dieser drei Stationen ist der Leitfaden aufgebaut.

„Der Wert einer KI-Anwendung entsteht erst nach der Überführung in den Regelbetrieb.“

Vom Problem zum erprobten Anwendungsfall

Den Anfang machen die Grundlagen: die Verfahren vom maschinellen Lernen bis zur generativen und agentischen KI, der Umgang mit Prompts, Qualität und Aufbereitung der eigenen Daten sowie die Auswahl passender Modelle und Werkzeuge. Damit steht das Rüstzeug, um Anwendungsfälle überhaupt einordnen zu können. Anschließend folgt die Einordnung bestehender Voraussetzungen: Eine Reifegradanalyse zeigt, wo das Unternehmen bei Daten, Werkzeugen, Kompetenzen und Organisation steht. Zur Bewertung des einzelnen Anwendungsfalls steht ein Prüfraster für die Machbarkeit zur Verfügung: Ist die Technologie verfügbar, ist das Fachwissen im Haus, reichen Zugang und Menge der Daten?

Weiterhin ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung notwendig, die Nutzen und Kosten über die Laufzeit abbildet. In der Potenzialmatrix laufen beide Ergebnisse zusammen: Der Nutzen aus der Wirtschaftlichkeitsrechnung steht den Hürden aus der Machbarkeitsprüfung gegenüber. So zeigt sich, welche Vorhaben den Aufwand rechtfertigen. Dazu kommen die Entscheidung über Eigenentwicklung oder Zukauf und die Risikoeinstufung nach dem EU AI Act, die den Aufwand für Dokumentation, Prüfung und menschliche Aufsicht bestimmt und vor Projektstart vorzunehmen ist.

Was die Organisation dafür braucht

Für die Skalierung muss die Organisation selbst umgebaut werden: KI-Vorhaben benötigen eine feste Zuständigkeit mit klaren Rollen statt verstreuter Einzelinitiativen. Der Leitfaden enthält dafür mögliche Organisationsmodelle im Vergleich, von der zentralen Kompetenzstelle über Hub-and-Spoke bis zur Verankerung in den Fachbereichen. Dazu gehören geregelte Zugriffe auf Daten in belastbarer Qualität, denn skalierte Anwendungen bauen auf denselben Quellen auf. Und es braucht einen gemeinsamen Fahrplan, der die Vorhaben zusammenführt, Insellösungen vermeidet und jeden Schritt an Kennzahlen zum Geschäftsnutzen bindet.

Eine eigene Betrachtung gilt im Leitfaden agentischen Systemen, also KI, die selbst handelt: Im Kundenservice etwa beantwortet ein Agent Anfragen, fragt den Bestellstatus ab und reicht weiter, was er nicht lösen kann. Gerade weil ein Agent Entscheidungen trifft, gehört vor dem Bauen festgelegt, was er übernimmt und was ausdrücklich beim Menschen bleibt. Und der Fachbereich braucht Abnahmekriterien, an denen er prüft, ob das System richtig arbeitet, bevor er ihm Aufgaben überlässt.

Bezug des Leitfadens

Der Leitfaden erscheint im TCW-Verlag und ist erhältlich online über tcw.de/fachliteratur, als Nachricht an mail@tcw.de oder telefonisch unter 089 / 360523-0.

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